FFPB Multitrend Doppelplus: Mehrwert auf die traditionelle Art
Die Fürst Fugger Privatbank in Augsburg gehörte zu den ersten deutschen Kreditinstituten, die ein eigenes Team für die Fondsanalyse etablierten. Bereits seit Mitte der 90er Jahre bestückt sie die Depots ihrer Vermögensverwaltungskunden in erster Linie mit Investmentfonds und greift dabei auf sämtliche in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Angebote zurück. Um dieses Geschäft abgeltungssteuerfest zu machen, legte sie im Herbst 2007 bei Oppenheim Asset Management Services zwei Dachfonds auf: den FFPB Multitrend Plus und den FFPB Multitrend Doppelplus.
Beide Fonds haben einen vermögensverwaltenden Charakter, wobei Norbert Frey, in der Münchner Filiale des Instituts ansässiger Manager des letztgenannten Produkts, in der Regel zu mindestens 50 Prozent in Aktienfonds investiert. Als internen Vergleichsmaßstab zieht er eine Benchmark heran, die zu 75 Prozent aus dem MSCI World und zu 25 Prozent aus dem World Government Bond Index der Citibank besteht.
Geldmarktfonds sind ein wichtiges Timing-Instrument
Wie hoch die Aktienquote im einzelnen ausfällt, macht Frey am mittelfristigen fundamentalen Ausblick seines insgesamt sechsköpfigen Teams fest. „Einmal pro Woche diskutieren wir im Allokationsausschuss ausgiebig über unsere Erwartungen an die Finanzmärkte und leiten daraus mögliche Veränderungen am Portfolio ab“, sagt der Bankmanager. Neben Aktien- und Rentenfonds spielen dort auch Geldmarktfonds als Timing-Instrument eine wichtige Rolle. Computergestützte Steuerungsmodelle, wie sie mittlerweile viele Konkurrenten einsetzen, lehnt er allerdings ab: „Wir glauben nicht daran, dass sich damit auf Dauer ein Mehrwert erzielen lässt.“
Stehen Asset Allocation und die Reihenfolge der favorisierten Märkte, beginnt die Suche nach passenden Fonds-Bausteinen. Dazu erhält Frey regelmäßig Empfehlungslisten der hauseigenen Research-Abteilung, an die er jedoch nicht sklavisch gebunden ist: „Wenn Nummer 1 und 2 der Liste aus irgendeinem Grund nicht ins Portfolio passen, nehmen wir manchmal auch Nummer 3 oder 4.“ Im Mittelpunkt stehen auf der Aktienseite vor allem Regionen-, Länder- und Branchenfonds, wobei vereinzelt aber auch global ausgerichtete Produkte wie der M&G Global Basics oder der Fortis Obam den Weg ins Portfolio finden. Fixe Obergrenzen für einzelne Regionen oder Märkte – beispielsweise Schwellenländer oder Rohstoffe – existieren nicht.
Traditionelle Staatsanleihen spielen kaum eine Rolle
Auf der Rentenseite investiert Frey vorwiegend in Spezialitäten wie den Pictet Emerging Currency Debt oder den LBBW Rentamax. „Fonds für traditionelle Staatsanleihen mögen wir nicht so sehr“, sagt er und verweist auf die immer rasanter wachsende Verschuldung der westlichen Industrieländer. Eine Einstellung, die ihm und den Käufern des FFPB Multitrend Doppelplus im vergangenen Jahr eine etwas bessere Performance verdarb. Dennoch ließ der Fuggerbank-Manager 2008 seine Benchmark mit einem Minus von 25,40 Prozent hinter sich, und durch die kräftige Erholung von auf höherverzinsliche Papiere spezialisierten Rentenfonds im ersten Halbjahr 2009 fühlt er sich in seiner Anlagepolitik bestätigt.
