28.08.2009 17:37
Fondsligisten, Sauren, Intern, Fondsporträt

Sauren Global Growth: Sammelbecken für Outperformer

Eckhard Sauren ist ein Mann mit klaren Grundsätzen. Einer davon lautet: „Fund management is people business.“ Die Erkenntnis, dass jeder Fonds nur so gut ist wie sein Manager, hat den damals gerade in die Selbstständigkeit gestarteten Investmentberater bereits 1994 mit dem Aufbau einer Datenbank beginnen lassen, aus der entsprechende Verantwortlichkeiten zweifelsfrei hervorgehen und die plausible Gründe für das überdurchschnittliche Abschneiden einzelner Manager liefert. Eine Fleißarbeit, die ihm fünf Jahre später bei der Auflage seines ersten eigenen Dachfonds Sauren Global Growth zugute kommt.

Getreu seinem Motto „Wir investieren nicht in Fonds – wir investieren in Fondsmanager“ hält Sauren seit 1999 engen Kontakt zu den Spitzenkräften der europäischen Geldverwalter-Szene und hat es auf diese Weise geschafft, in neun aufeinander folgenden Jahren ein teilweise deutlich besseres Ergebnis abzuliefern als der Vergleichsindex MSCI World. Lediglich 2008 trafen die Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten den Sauren Global Growth noch 1,3 Prozentpunkte härter als den Index – ein Rückstand, der aber 2009 bereits nach wenigen Monaten wieder Geschichte ist.

In zehn Jahren mehr als 4.000 Managergespräche

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum Sauren von passiven Investments generell nichts hält. Ein anderer seiner Grundsätze lautet: „Lediglich 20 Prozent der aktiven Fondsmanager übertreffen ihren Vergleichsindex. Aber 100 Prozent der Indexfonds schlagen ihren Index nicht.“ Auf der Suche nach den Outperformern hat der Wahl-Kölner mit seinem seit Jahren stabilen Team eigenen Angaben zufolge bislang mehr als 4.000 Fondsmanagergespräche geführt.

Der idealtypische Zielfonds für den Sauren Global Growth besitzt nicht nur einen überdurchschnittlich erfolgreichen und erfahrenen Verwalter, sondern weist gleichzeitig auch in punkto Volumen günstige Rahmenbedingungen auf. Sauren: „Je kleiner das zu verwaltende Volumen, desto flexibler ist der Manager bei seinen Entscheidungen.“ Fonds, die mehrere Milliarden Euro auf die Waage bringen, berücksichtigt Sauren nur in begründeten Ausnahmefällen, und bevorzugt greift er dort zu, wo sich der ehemalige Top-Manager eines milliardenschweren Flaggschiffs mit einer kleinen Boutique selbstständig macht.

Regelmäßiges Rebalancing statt Markt-Timing

Zu Saurens ehernen Prinzipien gehört es ferner, kein Markt-Timing zu betreiben. „Mit einem überwiegend auf Marktvorhersagen ausgerichteten Ansatz lässt sich eine konstante Outperformance langfristig kaum erreichen“, sagt er. Deshalb beträgt die Barreserve des Sauren Global Growth selten mehr als 5 Prozent, auch 2008 war er nahezu voll investiert. Auf Zielfondsebene haben Manager, die eine entgegengesetzte Politik verfolgen, ebenfalls kaum eine Chance, ins Portfolio zu kommen. Sehr großen Wert legt Sauren dagegen auf ein regelmäßiges Rebalancing. Auf diese Weise führt er Positionen aus sehr gut gelaufenen Märkten auf ihr ursprüngliches Niveau zurück und verstärkt dafür andere Bestände mit einer zurückgefallenen Gewichtung.

Als global anlegender Aktiendachfonds strebt der Sauren Global Growth eine ausgewogene Mischung von Regionen-, Länder-, Nebenwerte- und Schwellenländerfonds an, der geographische Schwerpunkt liegt jedoch in Europa: Im Durchschnitt sind dort 40 Prozent des Fondsvermögens investiert. Der Anteil von aktienorientierten Hedgefonds darf bis zu 10 Prozent betragen.