19.08.2009 19:13
Threadneedle, Trainerbank, Intern

„Das 0:9 gegen Liverpool hat geschmerzt“

Dave Dudding

Herr Dudding, welches ist Ihr Lieblings–Fußballverein?

Ich bin schon seit meiner Kindheit ein Anhänger von Crystal Palace, die im Moment leider irgendwo im Mittelfeld der 2. Liga herumkrebsen. Damit stehen wir allerdings immer noch besser da als unser Erzrivale Brighton & Hove Albion, der Lieblings–Club meines Arbeitskollegen William Davies. William und ich bemühen uns sehr, unsere berufliche Zusammenarbeit unter dieser Rivalität nicht leiden zu lassen.

Was war für Sie persönlich der größte Erfolg Ihrer Mannschaft, was die bitterste Niederlage?

Wie unser Erzrivale Brighton standen auch wir im Pokalfinale gegen Manchester United, und leider haben auch wir verloren (1990, 3:3 und 0:1 im Wiederholungsspiel). Unseren größten Sieg feierten wir 2001, als wir Stockport County 1:0 geschlagen haben. Das entscheidende Tor in der 87. Minute schoss Dougie Freedman, der seit jeher zu meinen Lieblingsspielern von Crystal Palace gehört. Hätten wir das Spiel damals nicht gewonnen, wären wir in die 3. Liga abgestiegen.
Zu den schmerzlichsten Niederlagen gehört zweifellos das 0:9 gegen Liverpool 1989, damals waren wir gerade in die 1. Liga aufgestiegen. Das Spiel wurde im Fernsehen übertragen und manche Liverpool–Fans sprechen noch heute davon.

Können Sie sich an das erste Fußballspiel erinnern, das Sie bewusst im Fernsehen oder im Stadion verfolgt haben?

Meine ersten Stadionerfahrungen stammen aus einer der raren Zeiträume, in denen wir erfolgreich waren. Das war in den 80er Jahren, als uns einige Kommentatoren sogar das „Team des Jahrzehnts“ nannten. Dann kam das 0:9 gegen Liverpool ...

Wie oft pro Jahr gehen Sie ins Fußballstadion?

Ich besuche möglichst viele Heimspiele und bin hin und wieder auch dabei, wenn die Mannschaft auswärts antritt. Einen wahren Fan erkennt man daran, dass er sein Team auch auf fremdem Platz unterstützt.

Was ist Ihr liebstes Fußballerzitat?

Als wir 1997 etwas überraschend in die 1. Liga aufgestiegen waren, antwortete unser Trainer Steve Coppell auf die Frage, was das für ihn bedeute: “Neun Monate Leid und Elend.“ Coppell, der Crystal Palace bereits von 1984 bis 1993 trainiert hatte, gehört zu den größten Helden der Vereinsgeschichte, und er gab das wieder, was viele Fans dachten.